Präventionsmedizin – Alkohol

Alkohol 

Key messages  

  • Täglicher Alkoholkonsum führt laut rezentester Daten[i] über einem Beobachtungszeitraum von 14 Jahren bereits bei geringsten Mengen (1 standard drink = 12g Ethanol entsprechend 120ml Wein, 330ml Bier pro Tag) zu einer 14% signifikanten Zunahme an Vorhofflimmern
  • In der Studie mit knapp 108.000 Teilnehmern konnte des Weiteren eine stetige Zunahme der Vorhofflimmerinzidenz mit Zunahme der Alkoholmenge detektiert werden. Wobei bereits 2 alkoholische standard drinks pro Tag das Risiko um 28% und mehr als 4 um bis zu 47% für Vorhofflimmern erhöhten. 
  • Eine prominent publizierte Studie konnte in der Vergangenheit auch zeigen, dass das geringste Risiko sowohl für die Gesamtsterblichkeit als auch für die malignom-assoziierte Mortalität bei einer Alkoholmenge von NULL standard drinks pro Woche lag[ii]
  • Zusammenfassend wurde in einem Editorial[iii] die Frage gestellt inwiefern die ebenso vorhandene Evidenz für einen Benefit von moderatem Alkoholkonsum (-31% Myokardinfarkte[iv], -40-53% Herzinsuffizienz[v], -17% Schlaganfälle[vi] pro standard drink) über eine sich steigende Vorhofflimmerlast aufgehoben wird. Dementsprechend war die Meinung der Editorial Herausgeber, dass hier Daten von randomisierten Studien abgewartet werden sollten und bis dorthin eine individuelle Entscheidung nach Besten Wissen getroffen werden muss. 

Weitere ebenso von mir ausgearbeitete Präventions-Key Messages können Sie mittels der Plattform Medbee durchlesen.

[i] Csengeri D et al. Alcohol consumption, cardiac biomarkers and risk of atrial fibrillation and adverse outcomes. Eur Heart J 2020;doi:10.1093/eurheartj/ehaa953

[ii] GBD 2016 Alcohol Collaborators. Alcohol use and burden for 195 countries and territories, 1990-2016: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2016. Lancet. 2018 Sep 22;392(10152):1015-1035. doi: 10.1016/S0140-6736(18)31310-2. Epub 2018 Aug 23. Erratum in: Lancet. 2018 Sep 29;392(10153):1116. Erratum in: Lancet. 2019 Jun 22;393(10190):e44. PMID: 30146330; PMCID: PMC6148333.

[iii] Wong JA, Conen D. Alcohol consumption, atrial fibrillation, and cardiovascular disease: finding the right balance. Eur Heart J. 2021 Jan 13:ehaa955. doi: 10.1093/eurheartj/ehaa955. Epub ahead of print. PMID: 33438004.

[iv] Mukamal KJ, Conigrave KM, Mittleman MA, Camargo CA, Stampfer MJ, Willett WC, Rimm EB. Roles of drinking pattern and type of alcohol consumed in coronary heart disease in men. N Engl J Med 2003;348:109–118.

[v] Walsh CR, Larson MG, Evans JC, Djousse L, Ellison RC, Vasan RS, Levy D. Alcohol consumption and risk for congestive heart failure in the Framingham Heart Study. Ann Intern Med 2002;136:181–191.

[vi] Reynolds K, Lewis B, Nolen JDL, Kinney GL, Sathya B, He J, Lewis BL. Alcohol consumption and risk of stroke: a meta-analysis. JAMA 2003;289:579–588.

Präventionsmedizin- Ernährung

Ernährung

Eure Nahrung sei eure Medizin und eure Medizin eure Nahrung

Hippokrates (460 – 370 v. Chr.), griechischer Arzt von Kos

Liebe BesucherInnen, ich freue mich dass ich Ihnen heute die aktuellen Empfehlungen bezüglich einer ausgewogenen und gesundheitsfördernden Ernährung näherbringen darf. Darüber hinaus wäre es wunderbar wenn Sie diese auch in ihren Alltag integrieren könnten. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne in der Ordination – Facharztzentrum Votivpark – zur Verfügung.

Key messages 

  1. Ernährungsgewohnheiten beeinflussen in einem beträchtlichen Ausmaß kardiovaskuläre Risikofaktoren (z.B. Adipositas, Hypercholesterinämie, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck) und folge dessen auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, sowie chronischen Erkrankungen wie Malignomen.  
  2. Die Energiezufuhr sollte auf die Einhaltung eines gesunden Gewichts, BMI (20-25kg/m2) ausgerichtet sein. 
  3. Prinzipiell sind bei Einhaltung der Grundprinzipien einer gesunden Ernährung keinerlei Nahrungsmittelsupplemente notwendig

Charakteristika einer gesunden Ernährung (ESC1)

Zusammenfassend (ACC/AHA2) kann somit folgende Empfehlung ausgesprochen werden: 

Auf eine salzarmepflanzliche-, gemüsebasierte mediterrane Kost mit den Schwerpunkten im gesteigerten Konsum von Nüssen, Gemüse, Früchten, Hülsenfrüchten und magerem tierischen Eiweiß (vorzüglich Fisch) als auch vermehrt pflanzlichen Eiweiß sollte Wert gelegt werden. In Kombination mit einer Reduktion der Aufnahme von gesüßten Getränken als auch einer gesteigerten Aufnahme von löslichen als auch nicht löslichen pflanzlichen Ballaststoffen führt sie zu einer Abnahme der Gesamtsterblichkeit2.

  • Für weitere Informationen siehe die aktuellen Leitlinien – >  (ESCACC/AHA)
    • CAD coronary artery disease
    • CVD cardiovascular disease
    • CVM cardiovascular mortality
  • 2016 European Guidelines on cardiovascular disease prevention in clinical practice 
  • 2019 ACC/AHA Guideline on the Primary Prevention of Cardiovascular Disease A Report of the American College of Cardiology/American Heart Association Task Force on Clinical Practice Guidelines

Ein Schlüssel zur kardialen (Herz) und metabolischen (Stoffwechsel) Gesundheit: Geführtes aerobes(ausreichend Sauerstoff) Ausdauertraining und kalorienreduzierte Diät

Eine rezent im renommierten Diabetes Care publizierte Studie zeigt, dass Patienten mit Typ 2 Diabetes durch eine 12-wöchige Intervention entweder durch geführtes Ausdauertraining oder durch eine kalorienreduzierte Diät (um 810 kcal/d) diverse positive Auswirkungen auf ihre Herzfunktion als auch metabolische Gesundheit erfahren haben.

Die Gruppe mit der kalorienreduzierten Diät konnte gegenüber der Kontrollgruppe 13 kg Körpergewicht verlieren. Darüber hinaus zeigte sich eine Verbesserung des Blutdruckprofils, der Blutzuckerkontrolle als auch ein Rückgang der krankhaft erhöhten Herzmasse. Auch die Gefäßsteifigkeit konnte signifikant reduziert werden.

In der Gruppe mit dem geführten Ausdauertraining zeigte sich neben einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit auch eine Verbesserung der „Entspannungsfähigkeit“ des Herzens. Die Studie können Sie hier (Link) nachlesen.

Somit kann ich Ihnen anhand dieser Daten erneut zur kombinierten StrategieBewegung und qualitativ hochwertiger kalorienreduzierter Kost – bezüglich bestmöglicher Gewichtsreduktion raten.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne in der Ordination zur Verfügung.

Laufen reduziert ihre Sterblichkeit

Zumindest einmal pro Woche sollten Sie sich Zeit nehmen um Laufen zu gehen da ganz rezent Daten zeigen, dass der vorzeitige Tod gegenüber Nicht-Läufern um zumindest 27% reduziert werden kann.

Für weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

Daher lade ich Sie zu mir in die Ordination ein um nach einer Fahrradergometrie die richtigen Pulsbereiche für ein adäquates Grundlagenausdauertraining zu erhalten.

Ich freue mich auf Sie.

Laufen lässt Sie gesünder alt werden.

Welche Form der Gewichtsabnahme ist am Effektivsten?

Alternierendes Fasten oder täglich weniger Kalorienzufuhr?

Der Internist rät die Methode zu wählen die für den Einzelnen auch wirklich langfristig umsetzbar ist.

Nach einer kleinen Sommerpause darf ich mich wieder zurückmelden und eine mir häufig gestellte Frage – die der effektivsten Gewichtsabnahme- probieren zu beantworten.

Rezente Studiendaten zeigen, dass bei übergewichtigen oder fettleibigen Patienten sowohl das alternierende Fasten mit nur 25% Energiezufuhr an Fasttagen und 125% Energiezufuhr an „Schlemmertagen“ eine ähnliche Gewichtsabnahme erreicht werden kann (-8%) wie durch eine tägliche Kalorienrestriktion (-6%) mit nur 75% der notwendigen Kalorienzufuhr.

Somit zeigt sich bezüglich der erreichten Gewichtsabnahme kein Vorteil für das alternierende Fasten vs. täglicher Kalorienrestriktion. Wichtig aber ist die Tatsache, dass durch das alternierende Fasten Zeichen eines gestörten Blutzuckerstoffwechsels (Insulinresistenz, etc.) besser behoben werden können.

Genauere Studienergebnisse können Sie hier nachlesen.

Daher rate ich als Internist wie bereits eingangs erwähnt die für Sie geeignetste Gewichtsabnahmemethode zu finden die Sie auch möglichst lange durchziehen können.

Für weitere Fragen bin ich in der Ordination am Rochusmarkt jeden Freitag gerne für Sie da.

Für den Internisten und Sportarzt stellte eine mediterrane Diät die Grundlage einer gesunden Gewichtsabnahme dar.

Bewegung – die einfachste und gesündeste Methode sein Leben zu verlängern

Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie an knapp 15000 Männer und Frauen im Alter von 40-79 Jahren bestätigte erneut die Aussage, dass mit zunehmender Bewegung die allgemeine Sterblichkeit als auch für Herzkreislauferkrankungen oder Krebs reduziert werden kann. Das Positive ist vor allem, dass diese günstigen Effekte auch für ältere Menschen gültig sind die bisher kaum oder gar keine Bewegung verrichtet haben.

Bereits 150 Minuten Bewegung in moderater Intensität pro Woche könnten beinahe 50% der Toten durch bewegungsarme Lebensweise reduzieren.

Gesundheitspolitisch wäre hier die Primärprävention im Sinne von geförderten Angeboten zur medizinischen Trainingstherapie von großer Bedeutung.

Für genauere Informationen lesen Sie hier nach.

In meiner Ordination erhalten sie von mir ganz persönlich auf Sie maßgeschneiderte Trainingspläne.

Bewegung ein Lebenselixier

Wie viele Schritte pro Tag sollen es nun wirklich sein?

Der Internist und Sportarzt rät zumindest 4400 Schritte pro Tag zurückzulegen

Ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Kost reduzieren die Sterblichkeit und wurden daher bereits in einigen Blocks auf meiner Homepage thematisiert. Die Frage nach der ausreichenden Dosis an Bewegung um einen bestmöglichen Benefit daraus zu generieren wurde mir als Sportarzt und Internist oft gestellt.

Eine neue Studie konnte diesbezüglich auch eine klare Antwort geben. An über 16.000 Frauen mit dem Altersschnitt von 72 Jahren konnte klar bewiesen werden, dass mehr als 4400 Schritte pro Tag gegenüber 2700 Schritten pro Tag die Sterblichkeit um 41-58% reduzieren können. Die Abnahme des Risikos erreichte sein Maximum bei mehr als 7500 Schritten pro Tag.

Daher sollten wir uns alle bemühen Bewegung in unseren Alltag zu integrieren um so ein gesünderes und längeres Leben führen zu können.

Für genauere Informationen können Sie hier nachlesen.

Der Sportarzt und Internist rät zumindest 4400 Schritt pro Tag zu machen.

Wie künstliches Licht unserer Gesundheit schadet

Der Internist rät den natürlichen Kreislauf von Tag und Nacht und die damit zusammenhängenden wechselnden Lichtverhältnisse konsequent einzuhalten

Eine rezent im JAMA publizierte Studie an 44.000 Frauen zwischen 35 und 74 Jahren zeigte, dass künstliches Licht während der schlafenden Nachtstunden (TV, Nachttischlampe, etc.) das Risiko für Übergewicht um 22%, das der Fettleibigkeit um 33% erhöhte.

Wir haben immer geglaubt, dass Licht und Dunkelheit harmlose oder neutrale Stimuli sind, wenn es um die Gesundheit geht. Was wir jetzt erkennen ist, dass dies nicht der Fall ist.

Diese Studie hat gezeigt, dass die Abstinenz des Umweltrhythmus zu einer schwerwiegenden Störung auf Stoffwechsel-Ebene führt.

In der Grundlagenforschung hat man diesbezüglich herausgefunden dass, bei den Mäusen, die ständig Licht ausgesetzt waren Anzeichen dafür bestanden, dass die Aktivität ihrer braunen Fettzellen gedrosselt war, also vergleichsweise wenig Energie in ihnen verbrannt wurde. Man weiß, dass für gewöhnlich braune Fettzellen wie eine Art Heizaggregat Energieträger verbrennen – wirken also Übergewicht entgegen.

Für weiter Informationen lesen Sie hier nach.

Die mediterrane Diät – Auf allen Ebenen ein Gewinn

Der Internist und Sportarzt rät diätologische Empfehlungen umzusetzen

Bereits seit mehreren Jahren ist in der Diätologie als auch in der Ernährungsmedizin bekannt, dass die mediterrane Diät bezüglich der Reduktion von Herzkreislaufereignissen (Herzinfarkt, kardiovaskulärer Tod) sowohl bei Patienten mit als auch ohne Herzkreislauferkrankungen das Maß aller Dinge ist.

Rezente Daten zeigen aber auch das Potential dieser Ernährungsform bezüglich Verbesserungen der Gedächtnisleistung. Bei 913 Patienten konnte mittels Fisch-reicher Kost, Früchten, Gemüse, gesunden Fetten und Hülsenfrüchte bewiesen werden, dass es zu einer messbaren Optimierung von kognitiven Funktionen kam.

Für genauere Informationen können Sie hier nachlesen.

Ist Intervalltraining das Wundermittel bezüglich Reduktion der Fettmasse?

Hochintensives Intervalltraining oder Sprinttraining sind wahre Fettverbrenner

In einer rezent publizierten Übersichtsarbeit von mehr als 700 Einzelstudien konnte die Überlegenheit von Intervalltraining (Intensität >80% der maximalen Herzfrequenz in intensiven Belastungsphasen) und Sprinttraining gegenüber moderatem Ausdauertraining (Belastung mit 55-70% der maximalen Herzfrequenz) hinsichtlich absoluterAbnahme von Fettmasse (+28% höhere Fettreduktion) eindrucksvoll bewiesen werden.

Die Ursache dafür dürfte darin liegen, dass Intervalltraining einen höheren Grundumsatz als auch ein Art „Nachbrennen“ von Fett direkt nach dem Training bewirkt.

Der klinische Relevanz für uns alle besteht darin, dass sich diese Intervalltrainings (z.B. Spinnig, HIIT, etc) im tagtäglichen hektischen Alltag in wesentlich kürzeren Zeitspannen bewerkstelligen lassen.

Für genauere Informationen können Sie hier nachlesen.

Intervalltraining der Fettverbrenner Nummer 1